Sigi Zimmerschied: Reißwolf – Eine Vernichtung in Akten


Sonntag, 26. August 2012
Haus zur Wildnis
19.00 Uhr

Kabarett
Sigi Zimmerschied

Eintritt:
VVK: 18 EUR / AK: 20 EUR
Einlass: 18.30 Uhr




Präsentiert von:

../content/img/sk_neu.gif

Der Mensch wird erst zum Menschen durch eine Aktennotiz. Und seine Existenz endet mit der Vernichtung der Akte. Quod non in actis est, non est in mundo. So dachten schon die alten Römer. So denkt auch Adalbert Stauber, Fahrer einer Aktenvernichtungsfirma. Das mache alle gleich, sagt er, zu mindestens vor ihm. Das sei gelebte Demokratie. Das sei angewandter Humanismus. Ein schöner Beruf. Ein deutscher Beruf. Hebamme und Bestatter, Verwalter und Henker zugleich.

Aber warum flüchtet er dann? Warum tastet er sich im Dunkeln in einen Raum? Warum ist er in Todesangst? Hat er sich verirrt? Ist er krank? Hat er zu viele Akten vernichtet? Oder hat er etwa nicht alle Akten vernichtet? War seine e-mail-Adresse Programm? ab.stauber@com. Adalbert Stauber ist am Ende, ein in die Enge getriebener Reißwolf. Das Publikum vor sich. Wer möchte sich das schon entgehen lassen?!

"Der Besucher der Lach- und Schießgesellschaft ist kein gewöhnlicher Besucher. Er bringt so einiges mit: hohe Erwartungen, kabarettistische Vorbildung- und Urteilskraft. Nach der Premiere von Sigi Zimmerschieds neuem Programm "Reißwolf - eine Vernichtung in Akten" klingt das dann so: "So ein kruzifixgescheiter Humor!" [...] Zimmerschied setzt sein komplettes Instrumentarium ein, schnüffelt, hechelt, zischt, brodelt und nutzt auch seine Physiognomie, die sich kein Comic-Zeichner markanter ausdenken könnte. Es ist ein kurzer, aber nachhaltiger Spaß, den Zimmerschied da anrichtet. Und es ist mehr als eine Gaudi, wenn am Ende solche Sätze hängen bleiben: "Unsere Heimat ist die Angst. Und die ist überall."" (Thomas Becker, Süddeutsche Zeitung); "Ein Programm, so furios wie eine Hausdurchsuchung im Morgengrauen." (Rudolf Ogiermann, tz München)

Dahintagschaut: Sigi Zimmerschied geht seit 35 Jahren schimpfend, schreibend, singend und spielend mit Kirche, Gesellschaft, Medien und Politik scharf ins Gericht geht. Schon 1975 gründete der Passauer zusammen mit Bruno Jonas die Kabarettgruppe „Die Verhonepeopler“. Gleich die erste Produktion „Himmelskonferenz“ wurde zum Skandal und brachte ihm den Vorwurf der Gotteslästerung ein, von dem er jedoch nach einem halbjährigen Ermittlungsverfahren freigesprochen wurde. Seiner Lust an der Provokation tat das keinen Abbruch ganz im Gegenteil bei „Woidwejd“ präsentiert er sein 14. Soloprogramm.

Weitere Infos: www.sigi-zimmerschied.de

Seite drucken